Trust your instincts like you trust what’s in the mirror.
by Blinkbear on Feb..10, 2010, under Heathland City, Kostja
Kostja erwachte. Endlich und vollkommen schlagartig. Für einen Moment ging sein Puls hoch, als er die ungewohnte Umgebung warzunehmen begann. Sein scharfer Blick fuhr über eine typische Kinderzimmerlandschaft: Spielsachen, die mehr oder minder ordentlich in Regalen untergebracht waren. Ein Bett, wohl etwa 80 cm mal 1,90, Bettwäsche mit irgendeinem generischen Aufdruck. Die Deckenlampe war ein großer Papierlampion an dem, bereits eingestaubt und wohl aus früheren Zeiten und nur der Nostalgie wegen nicht ebgenommen, ein Mobilé baumelte, kleine Tiere aus festem Kartonpapier an einfachen Schnüren. Vor den Fenstern hingen Vorhänge, grün mit goldenen Sternen. Offensichtlich war es Tag draußen, doch die Sonne fand kaum hinein.
Der Werwolf, der sich in einer Ecke des Zimmers auf einem Stapel weicher Kissen in seiner menschlichen Gestalt wie ein Hund zusammengerollt hatte, erhob sich langsam, so als wäre er nicht sicher, ob er sich halten könnte. Doch diese Zweifel waren offenbar unbegründet. Das Aufstehen bereitete ihm keine Probleme und so machte er sich daran, das Zimmer zu verlassen. Hungrig. Sehr hungrig. So führte ihn sein erster Weg auch zunächst in die Küche anstatt ins Badezimmer und erst nachdem er sich davon überzeugt hatte, dass es etwas zu essen im Kühlschrank gab, begab er sich ins Bad.
Als er den halbdunklen Raum betrat, die häufig so grelle Badezimmerbeleuchtung wollte er offenbar nicht einschalten, fiel sein zweiter Blick auf einen großen Spiegel über dem Waschbecken. Er erstarrte. Dann taumelte er halb erschrocken halb wütend einige Schritte zurück, knurrte und die Verwandlung begann. Er merkte, wie sein Geruchssinn zunahm, er alle möglichen Gerüche warnahm. Aber nichts, das zu dem passte, was er da sah. Er holte mit der linken, krallenbesetzen Pranke aus und schlug sie durch den Spiegel, der sofort zerbrach. Dann verwandelte er sich zurück. Die Scherben waren zusammen mit kleinen Brocken, die sich von der Wand darunter gelöst hatten, ins Waschbecken gefallen und ein roter Rinnsal rann von seiner Hand ins selbige. Er schüttelte leicht den Kopf. Blinzelte. Nach einer Minute machte er endlich den Wasserhahn an und ließ das Wasser laufen, bis es eiskalt war.
Februar 10th, 2010 on 20:09
Ja, dann mal willkommen zurück.
Februar 10th, 2010 on 20:14
Danke 🙂
(An wen auch immer das jetzt gerichtet war *g*)
Februar 10th, 2010 on 21:42
An dich und Kostja. Ich find’s bei beiden gut, dass sie wieder da sind.
Februar 11th, 2010 on 10:06
🙂 Ich auch. Auch wenn ich gleich sagen muss, dass ich nicht so viel wie früher da sein werde.