Pressestimmen II
by Necronius on Okt..15, 2012, under Sagitarius
Korruption und Machtgier
Citadel News Net
Der Kommandant eines Kooperationsprojektes zwischen den Militärs der Völker des Rates hat ein Mitglied des Allianz-Verteidigungsrat, General Amanda Roslyn, als korrupt und machtgierig bezeichnet. Roslyn habe auch SPECTRE und andere Kräfte des Rates missbraucht, um an eine geheime Waffentechnologie zu gelangen. Der Rat und die Allianz dementieren.
Eigentlich sollte es ein Symbol der Völkerverständigung werden: Die SSV Sagittarius, ein Kreuzer der Allianz, ist seit mehreren Monaten auf einer Patroullienmission, an der Soldaten aller Ratsvölker und sogar einiger externer Parteien beteiligt sind. Doch nun, relativ spontan, tritt der Kommandant des Schiffes, Allianz-Captain Antoine Leclerc, mit scharfen Vorwürfen an die Öffentlichkeit. In einem Interview mit Citadel News Net teilte er mit, es gebe Personen an höchsten Stellen des Allianz-Militärs und Geheimdienstes, die bereit seien, das Leben von Soldaten für ihre eigene Machtgier zu missbrauchen und die Ressourcen des gesamten Rates in korrupter Weise verwendeten. Namentlich nannte Leclerc General Amanda Roslyn, langjähriges Mitglied des Allianz-Verteidigungsrates, des höchsten Gremiums des Allianz-Militärs, und ehemalige Chefin des Geheimdienstes. Sie habe auf der Suche nach einer Waffentechnologie sogar einen Krieg mit den Turianern riskiert.
Roslyn selbst nahm zu den Vorwürfen keine Stellung: Sie sei – so der Pressesprecher des Allianz-Generalstabs – momentan in keiner guten gesundheitlichen Verfassung und stünde für die Presse nicht zur Verfügung. Die Vorwürfe seien dennoch „grob falsch“ und es werde Leclerc nahe gelegt, „auf weitere öffentliche Äußerungen zu verzichten“.
Botschafterin Kalderis vom Citadel-Rat äußerte sich in ähnlicher Weise: Man mische sich zwar nicht in innere Angelegenheiten der Allianz ein, aber es sei für einen Captain der Allianz geboten, sich mit mehr diplomatischem Feingefühl zu verhalten.
Das volle Interview in Kürze auf Citadel News Net.
Kommentar von MyHomeIsTerra444:
Jetzt drehen schon unsere eigenen Militärs durch?! Wenn er mit den harten Entscheidungen seiner Kommandanten nicht klar kommt, soll Leclerc zurück zu den Pfadfindern gehen. Pussy! Wenn er Recht hat und der General wirklich eine Waffe für die Allianz wollte, wäre es seine Pflicht gewesen, die verdammten Aliens von seinem Schiff zu werfen und mitzuhelfen.
Human Power!
Vorwürfe gegen Geheimdienst: Bricht unsere Armee auseinander?
Kommentar von Sören Daringord
Korrupte Generäle, Geheimgesellschaften, Superwaffen, Verrat und Machtgier – es klingt wie eine der vielen Verschwörungstheorien, die im Extranet kursieren. Aber diesmal ist etwas anders: Als Captain Antoine Leclerc auf der Citadel in einem Interview über haarsträubende Vorkommnisse im Allianz-Militär sprach, sprach dort keiner der üblichen Verdächtigen: Leclerc hat keine Verbindungen zur Trockenlandpartei, keine dubiosen Kontakte in die Terminus-Systeme und ist auch kein langjähriger Alkoholiker – nicht mal ein Pensionär, von dem man vermuten könnte, er habe zu viel Zeit um sich mit sinnvollem zu befassen. Nein, hier sprach ein gestandener Offizier der Alliance Navy, der mitten im Dienst steht und bisher in der Öffentlichkeit nie auffiel. Auch innerhalb der Allianz-Kommandantur dürften viele überrascht gewesen sein über das plötzliche Interview: Leclerc galt zwar gemeinsam als mürrisch, jedoch als loyal und – vor allem – als nicht gerade extremistisch oder regierungskritisch.
Das bedeutet nicht, dass man diesem vernarbten Mittfünfziger alles glauben sollte: Die Beweisdecke seiner Behauptungen ist immernoch sehr dünn und nur selten ging Leclerc in seinen Vorwürfen wirklich in Details, die man genau hätte prüfen können. Dennoch: Wachsamkeit ist zu empfehlen. Der Verteidigungsrat und der Geheimdienst haben in der Vergangenheit beinahe in völliger Straflosigkeit gehandelt. Es wird zunehmend dringender, schärfere Kontrollen zu erwirken und dem Parlament auf Arcturus mehr Macht in die Hände zu geben.
„Ich rede nur mit Ihnen, weil ich muss“
Interview mit Antoine Leclerc, Citadel News Net (Auszug)
Moderator: „Sie haben gerade gesagt, Sie seien sonst noch nie an die Öffentlichkeit gegangen und hätten auch nie daran gedacht. Warum jetzt?“
Leclerc: „Weil es jetzt nötig ist. Ich bin ganz ehrlich: Ich rede nur mit Ihnen, weil ich muss. Alles andere habe ich schon ausprobiert: Die Beschwerdestellen beim Militär streiten alles ab, der Geheimdienst vertuscht, die Generalität schweigt. Normalerweise würde ich dann auch die Klappe halten, aber ich habe Männer und Frauen im Einsatz verloren, um einen Aufträge auszuführen, die keinen Sinn hatten, um einen General zu jagen, der einer Wahnvorstellung hinter her lief. Wenn ich den Eltern, den Ehepartnern und den Kindern das erkläre, haben die ein Recht darauf, zu erfahren, was los war.“
Moderator: „Viele würden das als verbittert bezeichnen.“
Leclerc (schnaubt): „Ja, und das stimmt auch. Ich bin verbittert. Aber das ist nicht der Grund, warum ich hier bin: Ich komme damit zurecht, wenn Leute sterben aufgrund meiner Entscheidungen. Damit muss ich klar kommen. Aber es gibt einige Leute im Militär, die Amok laufen. Wenn für diese Leute tapfere Männer und Frauen ins Gras beißen müssen, dann muss ich damit nicht klar kommen. Gut 100 Leute habe ich auf der Sagittarius unter mir. Ich kenne den Namen von jedem einzelnen. Ich habe eine Verpflichtung gegenüber diesen Leuten und gegenüber meinem Schiff. Deshalb bin ich hier.“