VARP Charakterblogs

Frühlingserwachen

by on Apr..20, 2009, under Selena

Die junge Frau kniet vor der Grabstätte ihres Ziehvaters, die weiter Kaputze verdeckt das rote Haar und verhindert, dass es im Licht der aufgehenden Sonne leuchtet.

Eine Weile herrscht schweigen, frische Blumen liegen auf dem Grab. Boten des aufkeimenden Frühlings in und um die Stadt herum und der Wind weht die Luft vom Hafen heute bis hierher.Lange kniet sie dort und schweigt, bis die Sonne den Horizont hinter sich gelassen hat und ihre Wärme langsam aber sicher auf Land und Lebenwesen scheinen lässt. Alles zu neuem Leben erweckt, was des Nacht nur schlafen kann.

„Ich vermisse euch, einen jeden Tag an dem ich ohne euch sein muss. Es ist anders geworden und mein Bruder spricht noch immer nicht zu mir. Seid ihr fort seid, habe ich keinen Fuß mehr in meine alte Heimstatt setzen dürfen, er mahnte mich, es würde größere Folgen haben, als ich mir jeh ausmalen könnte.

Nie zuvor hat er mich geschlagen, doch das würde sich änder. Und ich konnte seinen Augen ansehen, dass er nicht gelogen hat.“

Leise nur ist ihre Stimme und ihre Worte einzig für den alten Mann verstimmt, der nicht mehr unter den Lebenden weilt.
„Meine Arbeit geht mir gut von der Hand, Ramos, Wren und Iolanda sind so gut zu mir, als wäre ich niemals an einem anderen Ort gewesen, als in seiner Taverne.  Sie sorgen sich um mich, wenn die Gäste etwas von mir wollen, was ich nicht verstehe oder wenn sie mir zu nehe treten. Ihr müsst euch also keine Sorgen um mich machen, Herr.

Der Schmied ist vor kurzem verstorben, sein Sohn scheint es gut mit mir zu meinen, aber er versteht nicht, dass ich in der Taverne arbeite und nicht zu seinem Vergnügen dort bin. Glücklicher Weise war ein junger Mann anwesend, er half mir aus und ich konnte mich auf mein Zimmer zurück ziehen.

Ich bin ihm dankbar dafür, dass er mir das weitere Gespräch erspart hat. Aber es ist Frühling und viele neue Gesichter sind mit den Fluten hierher gekommen.

Auch der Hauptmann der Wachen ist öfters bei uns zu Gast, er ist meist eher ernst und schweigsamer, aber ich denke das muss er sein. Wenn er bei uns ist, fühle ich mich sicher, warum weiss ich nicht.

Wren meint ich muss lernen damit besser um zu gehen, wenn die Männer mich ansehen, aber ich weiss nicht wie.

Ihr fehlt mir… so sehr.“

Ihre Hand streicht kurz über die Blumen und die Erde, ehe sie sich erhebt und langsam, aber mir sicheren Schritten den Weg zurück antritt. Nur einmal kurz blickt sie zurück, wischt sich mit der linken Hand unter der Kaputze über das Gesicht und seufzt leise.


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