1. Tag in der neuen Stadt
by DQ on Apr..27, 2009, under Jamie
Um den Text herum wimmelt es von Berechnungen und Zeichnungen, vor allem technischer Art.
Okaaay.
Seltsam ist wahrscheinlich das richtige Wort für den heutigen Tag.
Erst brennen mir mitten im Testflug irgendwelche Schaltkreise durch, verursachen eine der seltsamsten Fehlfunktionen ever (wo zur Hölle kam der ganze Rauch her?!) und mein Prototyp flitzt mit mir drauf unkontrolliert durchs ganze Raumschiff.
Als ich endlich zum stehen komme (Kollision mit einem Gerüst aus Stahl und Seilen – für zukünftige Experimente nicht zu empfehlen) find ich mich in einer Ecke wieder, die ich mal so gar nicht kenne. Ist ja nichts Neues. Aber wie man mit mitteilt, ist das schon gar nicht mehr die Iolanda.
Entweder die Fehlfunktion hat irgendwas mit der Energiezelle angestellt (Memo: Zelle morgen einsammeln. Nicht liegen lassen!) oder die Leute hier sind allesamt gaga. Den Begegnungen zufolge, die ich bisher gemacht habe, ist das gar nicht mal so unwahrscheinlich.
Zunächst einmal wäre da Zach. Anscheinend ein recht normaler Typ. Ein bisschen im 20. Jahrhundert stecken geblieben. Oder war’s das 21.? Was um den Dreh halt.
Bis er plötzlich anfängt, mitten auf der Straße rumzuschreien. Brüllt irgendwas davon, dass man ihn in Ruhe lassen soll. Okay.. ich geb zu, ich hab mich ein bisschen bei ihm reingedrängt. Aber der Doc meinte, ich soll in Gesellschaft bleiben. Und so’n ganz seltsamer Ort und ich allein im Dunkeln auf Wohnungssuche? Ne, Danke.
Außerdem ist das ja wohl kein Grund, gleich so rumzubrüllen. Und am Ende meint er, er hät die Gedanken von jemand gelesen. Ich geb zu – ein bisschen Sorge macht mir das schon.
Aber an sich scheint er ein netter Kerl zu sein. Etwas leicht zu reizen, aber ich nehm an, er hat sich mit jemandem gestritten. Er erwähnte da was von wegen Mitbewohner. Vielleicht kam daher auch diese Episode?
Dann ist da der Doc. Oskari Nigarsvol oder so. Ich bin mir nicht sicher, wie man das schreibt. Auf jeden Fall ein Arzt. Zach hat mich zu ihm gebracht, weil mein Bein ein Leck hatte.. und ich geb zu, ich hab mich nicht besonders gut gefühlt. Aber das stellt ein Auffahrunfall nun mal mit einem an, nicht wahr?
Also ab zum Doc. Aber anstatt zu einem MedCenter bringt er mich zu so einem Typen, der in seiner Wohnung praktiziert. Und erwähnt nicht mal, dass der Typ Pro Humanis ist. Keine Ahnung von Cyber-Bionik. Wenigstens Klebeband und Schmerzmittel hatte er.
Und dann der Straßenmaler. Scheint auch ein ganz netter Kerl zu sein. Aber seine Bilder gefallen wohl Zach nicht so sehr. Und sie scheinen eine Bedeutung zu haben. Und er redet sehr.. sprituell. Zumindest mit Zach. Ich hab mich da lieber rausgehalten.
Zumindest gab’s nach dem ganzen Chaos Pfannkuchen.