Für den Erwachenden
by Necronius on Apr..23, 2009, under Radhiya Ntshoko
Und ich bete für dich,
O Erwachender,
entsinne dich deiner selbst.
Betrachten wir eine andere Person, betrachten wir eine andere Erscheinung unserer selbst. Die Tatsache, dass wir diese Person „Person“ nennen rührt nur davon her, dass wir sie als uns ähnlich erkennen, von nichts sonst. Dass wir sie als „anders“ erkennen bedeutet nichts anderes, als dass sie außer uns ist.
Aber auch ein Spiegel ist außer uns.
Ist ein Spiegel wir selbst?
Der Irrtum ist, die Erscheinung eines Gegenstandes mit ihm selbst zu verwechseln. Uns liegen tausende von Millionen Trugbildern klar vor Augen, und sie sind nicht die Essenz ihrer selbst sondern nur ihre Erscheinung.
Was ist Essenz?
Ich weiß es nicht. Ich erkenne Essenz in mir selbst und nirgends außer mir. So lehren mich meine Sinne.
Aber was ist das unbestimmte Gefühl einer anderen Person?
Wie kann ich eine andere Person denken?
Eine andere Person ist ein Spiegel, aber nicht für unsere Erscheinung, sondern für die Essenz der Erscheinung. Sie wirft zurück, was wir als unser innerstes erkennen.
Der Prozess des Erwachens ist die Zerstörung eines Traums.
Wenn wir Trugbilder zerstören, erwachen wir.
Im Dämmerlicht liegen die Wegsteine des spiegelglitzernden Pfades der Selbsterkenntnis.
So bete ich für dich,
O Erwachender,
entsinne dich deiner selbst.
April 23rd, 2009 on 16:35
Ehe jemand fragt:
Ja, das ergibt Sinn, aber auch:
Ja, das ist seeehr krude formuliert. Man muss das nicht verstehen. Es dient einfach nur, um mal zu zeigen, dass dieser Charakter etwas, ähm … drüber weg ist. Ich denke, das ist gelungen.
April 23rd, 2009 on 20:21
Die Frau sollte sich echt mal mit Yue unterhalten, wenn der über das Beziehungsdrama etwas hinweg ist… Die würden sich sowas von lieben, wenn sie über die intellektuelle Schlucht zwischen ihnen springen können… *lach*